Der Kaffee könnte künftig in der Tat sehr knapp werden. Denn viele Anbaugebiete für Arabica-Kaffee werden mit der Klimaerwärmung unbrauchbar.
Im Normalfall schreiben wir hier jede Woche einen Blog. Dieses Mal überlassen wir dies jemand anderem, respektive wir publizieren hier eine Pressemitteilung von Greenpeace. Die Thematik: Geht uns schon bald der Kaffee aus. Doch lesen Sie doch einfach selbst!
Werden Kaffee, Bananen und Haselnüsse bald zur Rarität im Supermarkt? Laut einer neuen Studie des WWF werden diese Lebensmittel, bedingt durch den Klimawandel, künftig knapp werden. Die Umweltorganisation fordert deshalb die Förderung nachhaltiger Anbausstrategien. 165 Liter Kaffee trinkt jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr. Damit ist der Kaffee das Lieblingsgetränk der Bundesbürger und liegt sogar noch vor Mineralwasser und Bier. Doch dieser Genuss soll bald erheblich teurer werden, zumindest laut einer neuen Studie des WWF. Denn bis 2050 sollen etwa 50 Prozent der heutigen Kaffeeanbaugebiete dafür nicht mehr geeignet sein. Schuld daran ist die Zunahme extremer Wetterereignisse. Kaffeepflanzen sind sehr empfindlich und halten extremen Temperaturen, Dürren oder zu starken Regenfällen nur schwer stand. Die Hauptanbaugebiete der kleinen Bohnen in Brasilien und Vietnam hatten bereits in den letzten Jahren mit eben solchen Schwierigkeiten zu kämpfen. Durch die seit 2000 vermehrt auftretenden und lang anhaltenden Dürren, sind etwa in Brasilien die Wasserreserven stark angegriffen, so dass das dortige Agrarforschungsinstitut 2015 mit den grössten Ernteverlusten seit 50 Jahren rechnet.
Nicht nur der Kaffee wird knapp
Ausserdem nahm der WWF Bananen, Haselnüsse und Orangen unter die Lupe. Auch die Zukunft des Anbaus dieser Spezialitäten ist nicht rosig. So geht der WWF davon aus, dass 60 Prozent der Bananenanbauflächen in Kolumbien, dem drittgrößten Bananenexporteur, bis 2060 unbrauchbar für die Bananen-Landwirtschaft sein könnten. Hier sind die Früchte vor allem von Pflanzenkrankheiten bedroht, denn Überschwemmungen und Stürme begünstigen die Ausbreitungen der Erreger. Der grösste Bananenexporteur weltweit, Ecuador, ist hingegen von Dürren bedroht. Anders geht es der Haselnuss. Sie braucht ein mild-feuchtes Klima, um gut zu gedeihen. Schon einzelne Frostnächte reichen, um die Ernte zu beschädigen oder zu vernichten. Vor allem in der Türkei, die den Löwenanteil der Haselnüsse auf dem deutschen Markt stellt, werden die Ernten immer häufiger durch Frost und Hagel beschädigt, was die Preise auf dem Weltmarkt in die Höhe schiessen lässt. Lediglich der Orangenanbau konnte sich bisher einigermassen den veränderten Klimabedingungen anpassen. Beispielsweise werden die Orangen in Brasilien, das mit steigenden Temperaturen zu kämpfen hat, nun im klimatisch milderen Süden des Landes angebaut. Um die Ernteausfälle so gering wie möglich zu halten, verlangt der WWF schnelle und nachhaltige Unterstützung der Anbauländer für die Anpassung an den Klimawandel und fordert Unternehmen auf, die nachhaltige Produktion ihrer Rohstoffe zu fördern.